Was ist das?
Bei der Rotablation pulverisiert ein kleiner, elliptischer, diamantbeschichteter Bohrkopf mit sehr hoher Drehzahl verkalkte Plaque zu mikroskopisch kleinen Partikeln, die natürlich abgebaut werden.
Für wen?
Stark verkalkte Läsionen, die ein Ballon oder sogar ein Mikrokatheter nicht passieren oder aufdehnen kann.
Wie läuft es ab?
Nach Platzierung des speziellen RotaWire wird der Bohrkopf mit ca. 140.000–180.000 U/min in kurzen, sanften Passagen vorgeschoben. Danach folgen weitere Vorbereitung und Stentimplantation.
Vor dem Eingriff
Sorgfältige Beurteilung von Herz- und Nierenfunktion; bei Hochrisiko ggf. geplante mechanische Kreislaufunterstützung.
Danach & Erholung
Meist eine Nacht Überwachung auf der Intensivstation, danach Erholung wie nach Angioplastie.
Risiken & Sicherheit
Durchgeführt von einem erfahrenen Team. Slow/No-Reflow, Perforation oder Festsitzen des Bohrkopfs sind selten, aber wichtig und werden durch korrekte Technik minimiert.
Häufige Fragen
Rotablation oder IVL?
Rotablation trägt Plaque ab und ist bei unpassierbaren Läsionen nötig; IVL bricht Kalk vor Ort. Manchmal werden beide kombiniert.
Brauche ich eine Vollnarkose?
Nein, meist genügen örtliche Betäubung und Sedierung.
Diese Inhalte ersetzen keine ärztliche Untersuchung. Bei Brustschmerz oder starker Atemnot sofort den Notruf wählen.