Was ist das?
Bei der Angioplastie wird über denselben Zugang wie bei der Angiographie ein sehr dünner Draht durch die Engstelle geführt, diese mit einem Ballon aufgedehnt und ein medikamentenbeschichteter Stent eingesetzt.
Für wen?
Patienten mit akutem Herzinfarkt, instabiler Angina oder relevanten Stenosen, bestätigt durch FFR/iFR oder Beschwerden.
Wie läuft es ab?
Bei komplexen Läsionen nutzen wir IVUS oder OCT zur exakten Gefäßvermessung und IVL oder Rotablation bei Verkalkung, damit sich der Stent vollständig entfaltet — der wichtigste Faktor für ein dauerhaftes Ergebnis.
Vor dem Eingriff
Duale Plättchenhemmung wie verordnet beginnen, 6 Stunden nüchtern bleiben und alle bisherigen Angiographie-CDs und Berichte mitbringen.
Danach & Erholung
Die lückenlose Einnahme der Plättchenhemmer ist entscheidend. Kardiale Rehabilitation sowie Kontrolle von Cholesterin, Blutdruck, Diabetes und Rauchstopp sichern den Erfolg.
Risiken & Sicherheit
Schwere Komplikationen sind bei geplanter PCI selten: Blutung, Gefäßverletzung, Stentthrombose bei Absetzen der Medikamente, sehr selten Notfalloperation.
Häufige Fragen
Warum ein medikamentenfreisetzender Stent?
Er gibt den Wirkstoff langsam ab und senkt das Risiko einer erneuten Verengung deutlich.
Wann kann ich wieder arbeiten?
Bürotätigkeit meist nach wenigen Tagen, schwere Arbeit nach 1–2 Wochen nach ärztlicher Rücksprache.
Diese Inhalte ersetzen keine ärztliche Untersuchung. Bei Brustschmerz oder starker Atemnot sofort den Notruf wählen.